Startseite > Tipps für Gesundes Wohnen + Leben    > Fachleute rufen

Aber ich merke doch nichts!

05.01.09

In den Untersuchungen der letzten Jahre von normalen Wohnungen und Häusern wird deutlich, dass die Wohnumwelt, in der wir leben, zunehmend mehr mit Stoffen belastet wird, die wir weder sehen, hören, riechen, schmecken, fühlen oder sonst wie wahrnehmen können. Ein „aber ich merke doch nichts!“ ist aber kein Indikator dafür, dass da auch „nichts“ ist.


Dichtere Bauweisen zur Energieeinsparung, immer neue chemische Verbindungen und ein anderer Umgang mit den Gegenständen, der Luft im Haus und sich ändernde Lebensgewohnheiten bilden den Hintergrund für diese Belastung. Nicht jeder, der dem ausgesetzt ist, wird dadurch krank! Aber zunehmend mehr Menschen verkraften diese vielen, andauernden Belastungen schlecht oder gar nicht.


Wie finde ich nun raus, ob das Gebäude oder die Wohnung mich krank macht? Eine schwierige Frage, der man wie ein Detektiv zu Leibe rücken muss. Um festzustellen, ob Sie möglicherweise zu stark belastet sind, können Sie einmal folgende Fragen mit ja oder nein beantworten:



  • Haben Sie unspezifische Krankheitssymptome?

  • Handelt es sich dabei um eine chronische Erkrankung?

  • Ist die Behandlung durch Ärzte bisher erfolglos verlaufen?

  • Haben Sie seid Beschwerdebeginn Umbaumaßnahmen oder eine Renovierung vorgenommen?

  • Sind Sie seid Beschwerdebeginn in ein neu gebautes Haus eingezogen oder haben Sie z.B. neue Fenster bekommen?

  • Oder sind Sie in dieser Zeit in eine andere Wohnung oder ein anderes Haus gezogen?

  • Haben Sie eventuell in der Zeit vor den Beschwerden neue Einrichtungsgegenstände gekauft?

  • Geht es Ihnen im Urlaub, auf der Arbeit oder nach Verlassen der Wohnung besser?


Wenn Sie eine oder sogar mehrere Antworten auf diese Fragen mit „Ja“ gegeben haben, dann sollten Sie Ihr Wohnumfeld systematisch überprüfen lassen.


Wenn ich noch nicht erkrankt bin, was kann ich dann vorbeugend tun, damit das nicht eintritt? Hierzu können wir Ihnen folgende Tipps geben:



  • Vermeiden:
    Was Sie nicht an Schadstoffen in die Wohnung bringen, kann auch nicht ausdünsten und schädigen. Und wie kann ich das machen? Zum Beispiel bei Putzmitteln können Sie die Ansammlung von verschiedenen Produkten verringern auf ein paar wenige Universalmittel auf biologisch abbaubarer Basis. Die meisten Mittel halten doch sowieso nicht, was sie versprechen; nur die Industrie verdient daran. Kaufen Sie neue Gegenstände, dann achten Sie auf die Auszeichnungen: immer mehr Produkte geben einen Einblick in ihre Produktionsgeschichte.

  • Verstärkt Lüften:
    Da wir hier hauptsächlich von Schadstoffen in der Luft reden, die wir über Haut und Lunge aufnehmen, ist es eine gute Idee, die relative Konzentration der Schadstoffe in der Luft zu verringern. Hierzu eignet sich nichts besser als bewusstes, regelmäßiges Lüften. Bei einem Verdacht von zu hoher Schadstoff-konzentration in Ihren Räumen, sollten Sie eine Luftwechselrate von mindestens 1 anstreben: damit wird die gesamte Raumluft einmal pro Stunde komplett ausgetauscht.

  • Identifizieren und austauschen/entsorgen:
    Wenn z.B. durch einen Baubiologen festgestellt wird, dass die Holzdecke, die Ihre Schwiegereltern vor 25 Jahren haben anbringen und mit Holzschutzfarbe bearbeiten lassen, Ihnen heute gesundheitliche Probleme bereitet, so sollten Sie diese Decke durch einen Fachmann entfernen und durch ein unbelastet Produkt ersetzen lassen. Je näher das Produkt an einen Naturprodukt ist (z.B. einfach gehobeltes Holz), um so weniger Gefahr laufen Sie, dass unerwünschte Stoffe das Produkt verunreinigen.

  • Schadstoffausstoß verringern:
    In seltenen Fällen lässt sich ein Austausch nicht so einfach durchführen, z.B. bei einem mit einem schädigen Holzschutzmittel getränktem Dachstuhl. Dann gibt es immer noch Verfahren, den Ausstoß an Giftstoffen z.B. durch ein mechanisches Verpacken oder durch Aufbringen einer Sperrschicht aus Folie oder Farbe zu verringern.

  • Gesundheit stärken durch Ausleitungen:
    Ihren Körper können Sie sich vorstellen wie ein Gesundheitsfass: wenn eine, sehr individuelle Menge an Schadstoffen Ihr Fass füllt, läuft es über. Dann machen sich Krankheiten wie Allergien, Krebs, Müdigkeit, Konzentrations-schwäche, usw. bemerkbar. Sie können durch Fasten, gesunde Ernährung, viel Bewegung an der frischen Luft, Sport und bewussteren Umgang mit Belastungen wie Fleisch, Tabakrauch, Alkohol, usw. dafür sorgen, dass Ihr Körper selber immer in der Lage ist, die Schadstoffe über Lunge, Niere, Leber und Haut aus dem Körper zu entsorgen.


Gehen Sie einmal selber durch Ihr Haus oder Ihre Wohnung und überlegen und prüfen Sie, ob sich die Gegenstände gut anfühlen, was Sie über Ihre Zusammen­setzung wissen oder in Erfahrung bringen können. Werden Sie so selber zum Detektiv für Ihre Gesundheit.



Gesamtübersicht
Elektrosmog vermeiden
Richtig heizen
Richtig lüften
Energiesparen
Wasser sparen
Schimmel vermeiden
Haushaltsgeräte einsetzen
Materialien wählen
Fachleute rufen