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Haushaltsgeräte – Was kann ich tun, um Energie zu sparen?

05.04.07

Jeder deutsche Bundesbürger verbraucht im Schnitt ca. 1.600 kWh Elektrizität pro Jahr im Haushalt. Dies entspricht ungefähr einem Ausstoß von mehr als einer Tonne des Kohlendioxid (CO2), wobei bei konventionell erzeugten Strom pro Kilowatt­stunde Strom ca. 550 bis 700 Gramm CO2 erzeugt werden.


Ein 4-Personen-Haushalt verbraucht im Durchschnitt jährlich rund 4.300 kWh. Ihr Stromzähler zeigt Ihnen das ja direkt an. Was halten Sie davon, ungefähr ein Drittel davon zu sparen und zwar ohne allzu großen Komfortverlust? Bei einem aktuellen Strompreis von ca. 20 Cent je kWh kommen da schnell 300 Euro pro Jahr heraus.


Die folgenden, allgemeinen Tipps für Geräte im Haushalt werden Ihnen dabei helfen dieses Ziel zu erreichen:


1. Nutzen Sie wo immer möglich aus, die Maschinen voll zu beladen. Ob Wasch­maschine, Geschirrspüler, Toaster oder Backofen, der Energieanteil ist stets fast genauso hoch, ob zu 50% befüllt oder zu 100%.



2. Natürlich sind neuere Geräte günstiger, was den Energie­ver­brauch betrifft. Aber deshalb gleich ein neues Gerät kaufen? Haben Sie mal daran gedacht, dass die Geräte auch hergestellt, trans­portiert und entsorgt werden müssen? Der energe­tische Aufwand hierfür ist oft so hoch wie ein jahrelanger Betrieb im Haushalt! Wenn ein Gerät ausfällt und nicht mehr mit vertretbarem Aufwand repariert werden kann, macht der Kauf eines sehr energiesparen­den Neugerätes Sinn. Erkundigen Sie sich vor dem Kauf nach den aktuellen Energieklassen: bei Waschmaschinen, Geschirrspülern und Kühlschränken kennen Sie ja vielleicht schon die Bezeich­nun­gen (z.B. Klasse A++ bis G).


3. Kaufen Sie nicht sofort ein Sonderangebot, sondern prüfen Sie stets ob die Größe zu Ihnen passt und die Energieklasse stimmt. Sonst wird aus dem Sonderangebot im Betrieb von 10 bis 15 Jahren leicht eine Kostenfalle. Auf Sondergeräte wie „Ice-Crasher“-Kühlschränke, Weinkühlschränke und dergleichen sollten Sie aus Energie­spar­gründen generell verzichten.


4. Auch wenn die Energiebilanz eines Gerätes noch so gut ist: wenn es größer ist, als das, was Sie wirklich brauchen, verschwenden Sie Energie. Ein 120-Liter Kühlschrank der Energieklasse B verbraucht im Endeffekt weniger Energie als ein 200-Liter Kühlschrank der Energieklasse A. Denken Sie auch daran, dass kleinere Geräte weniger Platz benötigen. In der Regel produzieren kleinere Geräte auch weniger Elektrosmog.


5. Nutzen Sie in modernen Geräten die angebotenen Programme richtig aus. In den Betriebsanleitungen sind heute vielfach schon effektive Tipps gegeben, wie Sie Strom und Wasser sparen können. Waschmaschinen und Geschirrspüler bieten eine große Menge an Programmen; allgemein gilt: jede niedriger die Temperatur und je kürzer das Programm, desto weniger Energie verbrauchen die Geräte.


6. Wenn Ihre Installation und Ihre Waschmaschine es zulässt, dann nutzen Sie den Anschluss an das Warmwasser. Warmwassererzeugung durch die hauseigene Heiz­ungs­anlage ist wesentlich günstiger als die durch Strom erzeugte.


7. Soweit es Ihre Wäsche zulässt, schleudern Sie sie in der Waschmaschine auf der höchsten Drehzahl. Alles Wasser, dass auf diesem Wege die Wäsche verlässt, muss nicht mit Raumwärme getrocknet werden, die ja meist durch eine Zentralheizung erzeugt wird. Noch besser ist es, die Wäsche im Freien zu trocknen, gerade auch im Winter. UV-Licht und Sauerstoff wirken dann zusätzlich als natürliche „Sauber­männer“. Bei Wäschetrocknern gibt es keine energiesparenden Geräte. Jedes Modell ist eigentlich überflüssig.


8. Nicht alles muss gebügelt werden, bügeln Sie nur das notwendigste und am besten auf der geringsten Stufe. Dampfbügeln erleichtert die Arbeit sehr, doch der Dampf muss per Strom erzeugt werden. Oft langt es schon, die Wäsche sorgfältig nach dem Schleudern glatt zu ziehen und dann kunstvoll sprich faltenfrei auf dem Wäscheständer zu platzieren.


9. Auch beim Kochen und Backen lässt sich sparen. Töpfe und Pfannen sollten grund­sätzlich am Boden ein klein wenig größer sein als die Kochfläche, sonst geht viel Wärme und damit Energie verloren. Denken Sie an das Nachheizen der Platten oder des Ceranfeldes bei Elektroherden, das oftmals zum Fertigkochen ausreichend wäre. Alternativ ist Kochen mit Gas fast halb so teuer wie Kochen mit Strom. Um­luft­herde beim Backen reduzieren den Energieverbrauch ebenfalls aufgrund geringerer Temperatur.


10. Zusatzgeräte, die also beliebten „Helferlein“ in der Küche wie Eierkocher, elektrischer Dosenöffner, elektrische Brotschneidemaschine, usw. sind deshalb meist unnütz, weil sie wenig gebraucht werden und die Herstellung natürlich auch Ressourcen kostet. Dagegen ist ein Wasserkocher sparsamen und bequemer als das Erwärmen des Wassers auf dem Herd. Allerdings sollten Sie stets nur die Menge erhitzen oder kochen, die Sie auch wirklich brauchen.


11. Die kleinen Geräte im Haushalt wie Kaffeemaschinen, Bügeleisen, elektrischen Zahnbürsten, Wasserkocher, usw. verbrauchen zusammen ca. 20 Prozent des Haus­haltstroms. Also lohnt sich auch dort hinzuschauen, was wirklich benötigt wird und was wie viel Strom frisst.


12. Den Stand-by-Betrieb kennen Sie vom Fernseher. Das mittlerweile auch z.B. Waschmaschinen im Ruhezustand (bis zu 15 Watt) Strom verbrauchen, wissen die wenigsten. Solch eine Waschmaschine kostet dann im Jahr für „keine“ Leistung ca. 25 Euro! Deshalb kann es Sinn machen, dies einmal zu testen und im Falle des Falles einen schaltbaren Zwischenstecker zu verwenden (Achtung: Wasch­maschinen haben eine hohen Strombedarf; auf keinen Fall billige Steckerleisten dafür verwenden, Brandgefahr!) oder einfach den Stecker ziehen.


13. Apropro Stand-by: hier ein paar Zahlen für „unvermeidbare“ Geräte und ihre Dauerstromkosten. Ein Warmwasserboiler verbraucht beispielweise ca. 210 kWh pro Jahr, ein Faxgerät 60 kWh, ein Anrufbeantworter 25 kWh, ein Tintenstrahl­drucker 24 kWh oder ein Fernseher 35 kWh für den Wartezustand. Wenn Sie den Warmwasserboiler abschalten (und nur vor Bedarf einschalten) sowie den Drucker und den Fernseher, würden Sie im Jahr schon ca. 270 kWh Strom sparen oder ca. 54 Euro bei einem Brutto-Strompreis von 20 Cent/kWh.



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