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Gute Luft trotz Atmung?

15.11.07

So gerne wir Sauerstoff einatmen, wir können nicht vermeiden, das wir Kohlendioxid (CO2) ausatmen. Nun trägt die von Menschen erzeugte CO2-Menge nicht wesentlich zur globalen CO2-Verschmutzung der Welt bei. Aber in unserem Räumen müssen wir sie doch beobachten und dafür sorgen, dass die CO2-Konstration nicht zu groß wird.


Was muss ich wissen?


Die Luft, die wir einatmen, enthält ca. 21 Vol % Sauerstoff und ca. 0,035 Vol% Kohlen­dioxid, die ausgeatmete Luft hingegen ca. 16 Vol % Sauerstoff und ca. 4 Vol% Kohlen­dioxid. In unseren Räumen nimmt in Abhängigkeit von der Personenan­zahl (und deren Tätigkeiten) der Kohlendioxidgehalt stetig zu, während sich der Sauerstoff­gehalt kaum verringert. Kohlendioxid ist für Rauminnenluft „der“ technisch messbare Wert, um die Qualität der Luft zu beurteilen. Wir kennen ja die Ausdrücke „hier herrscht dicke Luft“ oder „die Luft ist zum schneiden“ sehr gut. Bereits ab einer Kon­zentration von 0,08 Vol% Kohlendioxid im Raum treten Ermüdungser­scheinun­gen auf, ab 2,5 Vol% (= 25.000 ppm) ist Kohlendioxid giftig.


CO2-Konzentrationen in Parts per Million (ppm)

 260 ppm

Außenluft in vorindustrieller Zeit vor 1850 

 350 ppm

Heutige, reine Außenluft, Tendenz verschlechternd

 700 ppm

Stadtluft im Freien, für Aufenthaltsräume empfohlen

 1.000 ppm

Pettenkofer-Maximalwert

 1.400 ppm

Luft in schlecht gelüfteten Wohnungen, Grenzwert von Büroräumen

 3.500 ppm

Maximalwerte im Klassenraum nach einer Unterrichtsstunde 

 4.300 ppm

Maximalwerte im Schlafzimmer, 2 Personen

 5.000 ppm

Maximale Arbeitsplatzkonzentration (MAK-Wert)

 7.000 ppm

Maximalwert im Kino nach einer Vorstellung

 20.000 ppm

Kurzzeit-Maximalwert

 40.000 ppm

Ausatmungsluft 

Quelle: J. Dittrich Elektronic GmbH & Co. KG


Wenn sie für genügend Luftwechsel in Ihren Räumen sorgen, kommt mit der frischen Außenluft (und hier ist nicht die Temperatur gemeint) stets Luft mit mehr Sauerstoff und weniger Kohlendioxyd in Ihre Räume. Je dichter Ihr Haus ist (Niedrigenergiehaus, Passivhaus, usw.) desto wichtiger ist dieses Lüften. Aber selbst die „dickste Luft“ an einer vielbefahrenen Kreuzung hat weniger CO2-Konzentration als Ihr Zimmer mit 15 m2, in dem Sie zu Zweit 2 Stunden lang gearbeitet haben, ohne das Fenster zu öffnen!


Schritt-für-Schritt-Anleitung


1. Beginnen Sie auf „schlechte Luft“ zu achten. Immer wenn Sie das Gefühl haben „schlechte Luft hier“, dann folgen Sie dem Gefühl und lüften Sie, es kann nicht falsch sein.


2. Wenn Sie sich im Raum viel bewegen, viel intellektuell arbeiten (Denken ver­braucht mehr Sauerstoff!), mit mehreren Leuten in einem Raum sind: lüften Sie öfter. Denken Sie nicht, die anderen werden sich schon melden (und Ihnen den Job abnehmen). Die Erfahrung zeigt, dass andere Ihnen dankbar sind, wenn Sie den ersten Schritt tun.


3. Immer wenn Sie etwas in einem Raum beginnen: zuerst lüften! Sei es abends im Schlafzimmer vor der Bettruhe, im Wohnzimmer vor der Fernsehrunde oder wenn Ihre Kinder die Hausaufgaben beginnen. Eine frische Brise ohne hohe CO2-Konzen­tration hilft bei allem Tätigkeiten.


4. Wenn Sie Lehrer sind oder für Mitarbeiter Verantwortung tragen, denken Sie darüber nach, im Interesse aller die Luftqualität bezüglich Kohlendioxyd zu prüfen. Einfache Messgeräte gibt es ab ca. Euro 50,00, ermöglichen aber dadurch schnell ein Gefühl für die Raumqualität zu bekommen (www.elv.de, www.dittrich-systeme.de).


5. Kombinieren Sie den Wunsch nach frischer Luft mit dem Wunsch überflüssige Feuchtigkeit und Schadstoffe aus Ihren Räumen zu bekommen.


6. Genießen Sie bewusst die Qualität der Luft im Freien. Setzen Sie für sich selbst neue Maßstäbe bezüglich Luftqualität, auch in Räumen.


7. Letztendlich: lieber eine Prise frischer Luft als einen Zug an der Zigarette!



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