Holz und Chemie, das verträgt sich nicht
08.05.07
Holz als lebendiges Produkt hat viele positive Eigenschaften, die man durch Aufbringen von Chemie nicht unbedingt besser macht. Obwohl uns die Industrie dies weiß machen will, können Sie in den meisten Fällen ohne Holzschutzmittel auskommen. Holzschutzmittel sind immer stark belastend, die Auswirkungen mit diesen dort enthaltenden Giften machen sich erst in Jahren und Jahrzehnten negativ bemerkbar. Machen Sie Ihr Holz nicht zum Sondermüll.
Im Außenbereich können Sie durch konstruktiven Holzschutz (siehe unten) und Auswahl der Holzarten meistens ohne Holzschutzmittel auskommen. Im Innenbereich, der von einer Schafstoffbelastung her ja noch viel kritischer zu sehen ist, ist hauptsächlich darauf zu achten, dass das Holz wenig mit Wasser in Berührung kommt oder – wie im Falle von Holz im Bad – die Feuchtigkeit durch richtiges Lüften schnell wieder abtransportiert wird. Bei gleichzeitiger Kontrolle der relativen Luftfeuchtigkeit im Raum macht dann Holz wieder eine gute Raumatmosphäre.
Schritt-für-Schritt-Anleitung:
1. Vermeiden Sie Holzschutzmittel überhaupt, Jahrhunderte lang ging es auch ohne.
2. Wenn Holz mit Feuchtigkeit in Kontakt kommen kann, wählen Sie eine (heimische) Holzart, die von sich aus sehr wasserabweisend bzw. wasserbeständig ist: z.B. Eiche, Lärche oder Robinie.
3. Beim Einbau von Holz sollte dessen Holzfeuchtigkeit kleiner als 18 % sein. Eingebautes Holz im Innenbereich sollte eine Restfeuchte von unter 10% haben bzw. erreichen. Kontrollieren lässt sich dies mit einem Feuchtigkeitsmesser, der bereits ab € 30 in Baumärkten zu kaufen ist.
4. Einbauholz sollte keine Risse haben, in das Wasser eindringen kann. Manchmal ist es besser gutes Holz im Fachbetrieb zu kaufen, statt dem billigsten Holz aus dem Baumarkt.
5. Der beste Schutz für Holz im Außenbereich ist, wenn das Holz möglichst wenig mit Wasser in Berührung kommt. Große Dachüberstände, Abstand zum Erdreich (z.B. über Metallständer), zurückliegende Fenster und Türen, Hinterlüftung, all dies sind konstruktive Maßnahmen.
6. Wenn eine Behandlung des Holzes notwendig ist, dann greifen Sie auf Produkte auf Borsalzbasis zurück. Lacke und Dampfsperren sind für das atmende und arbeitende Holz ebenso schädlich und zu vermeiden.